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Auslandsrückholung im Linienflugzeug

Bei Patienten mit weniger ernsthaften Erkrankungen empfiehlt sich die wirtschaftliche Rückholung in einem Linienflugzeug.

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Auslandsrückholung im Linienflugzeug

Auslandsrückholung im Linienflugzeug

Ein Rücktransport im Linienflugzeug ist für ausgewählte Patienten aus medizinischer Sicht möglich und stellt meist eine wirtschaftliche Alternative zum Ambulanzflugzeug dar. Daher ist es nur verständlich, dass sich viele Patientenfamilien diese Lösung wünschen. Selbstverständlich tun wir stets alles, um diese Art der Auslandsrückholung für so viele Personen wie möglich zu realisieren und prüfen daher jederzeit kostenlos, ob ein Rücktransport Ihres Angehörigen im Linienflugzeug möglich ist.

Hinweis: Gleichzeitig müssen wir jedoch ausdrücklich darauf hinweisen, dass Rückholungen im Linienflugzeug aus medizinischen Gründen nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich sind. Zahlreiche Erkrankungsmuster schließen eine Auslandsrückholung auf diesem Weg daher leider aus. Aufgrund der meist längeren Vorlaufzeiten von mindestens drei Tagen, mit denen wir seitens der Fluggesellschaften rechnen müssen, empfiehlt sich bei kurzfristigen Auslandsrückholungen der Einsatz eines Ambulanzjets, der meist noch am gleichen Tag abflugbereit sein kann.

Abhängig vom Patientenzustand unterscheiden wir drei Arten der Auslandsrückholung im Linienflugzeug:

Rückholung stabiler Patienten, sitzend

Die Deutsche-Auslandsrückholung bietet Ihnen weltweit auf allen Flugrouten, die von Linienfluggesellschaften bedient werden, die Möglichkeit an, die Dienstleistung der medizinischen Flugbegleitung in Anspruch zu nehmen. Der Patient ist während des Fluges unter permanenter Aufsicht unseres qualifizierten Personals, das bei allen Eventualitäten schnell reagieren und Hilfe leisten kann. Die medizinische Flugbegleitung bietet sich vor allem für Patienten mit leichten Erkrankungen an, die nicht durch einen Angehörigen oder eine Bezugsperson begleitet werden können.

Wir sorgen stets dafür, dass ein flugbegleitender Mediziner ausgewählt wird, der nicht nur über fachliche, sondern auch soziale Kompetenzen verfügt, damit der Patient sich während seiner Verlegung stets wohlfühlt.

Rückholung stabiler Patienten, liegend

Für stabile Patienten, die nicht auf intensivmedizinische Maßnahmen angewiesen sind, eignet sich der Rücktransport im Linienflugzeug besonders gut. Ob diese Option in Frage kommen kann, ist stets von der genauen Diagnose des Patienten und der jeweiligen Flugstrecke abhängig. In der Kabine befindet sich eine Liege (Stretcher), auf der der Patient liegend und unter Betreuung eines Medizinerteams in sein Heimatland gebracht wird. Der Patient wird mithilfe eines Sichtschutzvorhanges von den restlichen Fluggästen getrennt. Selbstverständlich braucht der Patient während seiner Auslandsrückholung nicht allein zu sein: Für Angehörige und Freunde des Patienten können Sitzplätze in seiner unmittelbaren Nähe gebucht werden.

Hinweis: Bei der Organisation der Rücktransporte im Linienflugzeug sind wir auf die Mitwirkung der Fluggesellschaften angewiesen, daher wird unsere Arbeit durch deren interne Bearbeitungsprozesse und die dortigen Vorlaufzeiten beeinflusst. Eingeschränkte Verfügbarkeit freier Plätze, strikte medizinische Prüfungen und der notwendige Umbau des Flugzeugs führen leider oftmals zu Verzögerungen oder gar einer Ablehnung einer Auslandsrückholung durch die jeweilige Fluggesellschaft. Billigfluggesellschaften scheiden beim Thema Krankentransporte aus, da sie diesen Service in den meisten Fällen nicht anbieten können. All diese Gründe führen dazu, dass man solche Patientenverlegungen selbst als Vielflieger äußerst selten erlebt.

Intensivtransport im Linienflugzeug

Aufgrund des hohen Aufwands für den Flugzeugumbau, den Fluggesellschaften betreiben müssen, um die Kabine für die Schwerstkranken auszurüsten, können Intensivpatienten ausschließlich auf Langstrecken (ab acht Stunden Flugzeit) in einem Linienflugzeug transportiert werden. Auf kürzeren Strecken ist eine Auslandsrückholung im Ambulanzjet meist wirtschaftlicher. Hierfür wird das sogenannte PTC (Patient Transport Compartment) eingesetzt. Beim PTC handelt es sich um eine kleine kompakte Kabine, die mit einem umfangreichen intensivmedizinischen Equipment ausgestattet ist. Sie verfügt über verstellbare Transportliegen und schirmt den Patienten mithilfe von Trennwänden von den restlichen Passagieren ab. Damit können auch Patienten mit schwerwiegenden Erkrankungen im Linienflugzeug verlegt werden.

Das PTC ist unter anderem mit folgendem Equipment ausgestattet:

  • Biphasischer Defibrillator
  • externe Herzschrittmacher, Spritzenpumpen und Druckinfusionsbeutel
  • Schaufeltrage mit Vakuummatratze und Patienten-Wärmesystem
  • Notfallrucksack mit speziellem Equipment für Kinder- und Säuglingsversorgung
  • portables Intensivtransportbeatmungsgerät
  • mindestens 2400 Liter Sauerstoff
  • Infektionsschutzsets
  • Multifunktionsmonitoring für EKG-Überwachung, Blutdruckmessung, Pulsoximetrie, Kapnographie und Temperaturmessung
  • Beatmungsbeutel mit Demandventil sowie Absaugpumpen

Je nach Gesundheitszustand des Patienten setzen wir selbstverständlich weitere medizinische Instrumente und Medikamente ein, um für die höchstmögliche medizinische Sicherheit während des Ambulanzfluges zu sorgen.

Hinweis: Wir stehen im ständigen Kontakt zu allen Linienfluggesellschaften und versuchen die schnellste Lösung für Sie zu finden, dennoch müssen diese wegen der notwendigen Vorbereitungen zunächst prüfen, ob und wann die Rückholung im Linienflugzeug möglich ist. Die meisten Fluggesellschaften benötigen in der Regel mindestens zwei bis drei Tage, um notwendige Vorbereitungsmaßnahmen zu treffen. Einige Passagiersitze müssen ausgebaut werden, damit die Liege bzw. das PTC für den Patienten in das Flugzeug eingebaut werden kann. Solche Umbauten können nur am Heimatflughafen der jeweiligen Luftfahrtgesellschaft vorgenommen werden, was die Auswahl der möglichen Flugverbindungen wiederum deutlich eingrenzt. Außerdem darf nicht vergessen werden, dass das Wohl der eigenen Fluggäste stets vorgeht – und in der Business- bzw. First-Class erst recht. Deswegen führen alle Fluggesellschaften genaue medizinische Prüfungen durch, um Komplikationen an Bord oder Behinderungen für andere Passagiere von vorne herein möglichst auszuschließen. 

Für die Durchführung von Ambulanzflügen im Linienflugzeug sind in den meisten Fällen Direktflugverbindungen hilfreich, was die Auswahl der in Frage kommenden Luftfahrtunternehmen weiter einschränkt. Sollten Zwischenstopps nicht zu vermeiden sein, so muss aufgrund der möglichen Verzögerungen und Komplikationen durch Anschlussflüge über den Einsatz eines Ambulanzflugzeugs nachgedacht werden.

In unseren FAQ finden Sie nützliche Informationen zu Auslandsrückholungen in Linienflugzeugen. Bei Fragen oder Angebotsanfragen können Sie uns jederzeit telefonisch, per E-Mail oder über unser Kontaktformular kontaktieren.