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Fliegen bei erhöhtem Thromboserisiko

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Fliegen bei erhöhtem Thromboserisiko

Bei einer Thrombose handelt es sich um einen Blutpfropf, auch Blutgerinnsel oder Thrombus genannt. Normalerweise ist ein Blutgerinnsel ein wichtiger Schutzmechanismus des Körpers: Nach einer äußerlichen Verletzung gerinnt das Blut, die Wunde verschließt sich und wird so vor dem Eindringen von Bakterien und Keimen geschützt.  

Thrombose

In den Blutgefäßen sollte das Blut allerdings ungehindert fließen. Bildet sich dort ein Thrombus, kann dieser ein Blutgefäß teilweise oder komplett verschließen. Dies kann die Versorgung des Körpers gefährden. Thrombosen können in den Arterien und in den Venen auftreten, weshalb sie in arterielle und venöse Thrombosen unterschieden werden.

Während venöse Thrombosen den Blutabfluss von Organen und Gliedmaßen stören, verhindern arterielle Thrombosen die Blutzufuhr zu wichtigen Organen wie dem Herzen oder dem Gehirn. Dies kann zu einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall führen. Wird ein Teil des Blutgerinnsels abgelöst, kann es mit dem Blutstrom über das Herz in die Lunge transportiert werden und zu einer lebensbedrohlichen Lungenembolie führen. Neben Herzinfarkt und Schlaganfall ist die Lungenembolie die dritthäufigste Todesursache in Deutschland. Jährlich sterben ca. 40.000 Menschen daran.

Risikofaktoren für die Bildung einer Thrombose

Viele Faktoren können die Bildung einer Thrombose erhöhen. Einige sind unter anderem Rauchen, Krebserkrankungen, Schwangerschaft, hohes Körpergewicht und zunehmendes Alter. Doch auch hormonelle Veränderungen, beispielsweise durch die Einnahme der Anti-Baby-Pille oder eine vererbte Neigung zu Gerinnungsstörungen können zu einem erhöhtem Thromboserisiko führen.

Liegt der Verdacht einer möglichen Thrombose vor, da sich Symptome wie Schmerzen in der Wade oder Schwellungen des Beins bemerkbar machen, sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden, um schnellstmöglich behandelt zu werden und schlimmere Komplikationen zu verhindern.

Besteht ein erhöhtes Thromboserisiko sollten gewisse Vorkehrungen getroffen werden, um die Entstehung einer Thrombose zu verhindern. Langes Sitzen und Stehen sollte vermieden werden. Zudem ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und viel Bewegung empfehlenswert. Besonders bei langen Reisen lassen sich die Vorbeugungsmaßnahmen nicht immer umsetzen.  Lange Autofahrten und Flugreisen können Thrombosen begünstigen, weshalb während des Reisens das Tragen von Kompressionsstrümpfen empfohlen wird. Doch auch diese Vorkehrung kann die Bildung eines Blutgerinnsels nicht immer komplett ausschließen.

Warum kann das Fliegen bei erhöhtem Thromboserisiko problematisch werden?

Frauenbeine in FLugzeug

Besonders bei Langstreckenflügen wird eine gute Durchblutung der Venen durch langes Sitzen mit angewinkeltem Bein verhindert, da die Muskelpumpe der Unterschenkel nicht effizient arbeiten kann. Dadurch wird der venöse Rückfluss des Blutes verlangsamt. Das heißt, dass das Blut langsamer durch den Körper fließt und sich somit schneller ein Blutgerinnsel bilden kann. Neben der geringen Bewegung ist auch der niedrigere Luftdruck im Flugzeug ein Faktor, welcher das Stocken des Blutflusses begünstigen kann. Durch den verringerten Luftdruck dehnen sich die Venen aus, wodurch das Blut langsamer fließt und gerinnen kann. 

Blutverdünnende Medikamente vor Antritt der Reise und das Tragen von Stützstrümpfen während des Flugs können dem entgegenwirken. Insgesamt ist die Gefahr an einer sogenannten Reisethrombose zu erkranken relativ gering. Allerdings kann es besonders bei bestehendem Thromboserisiko in selten Fällen trotzdem zu einer Thrombose kommen. Doch nicht nur während des Flugs ist das Thromboserisiko erhöht. Bis zu 14 Tage nach langen Flügen kann es zu Blutgerinnungsstörungen kommen, weshalb der Gesundheitszustand auch nach dem Flug weiterhin auf mögliche Anzeichen einer Thrombose überprüft werden sollte. Nach den zwei Wochen verringert sich das Risiko wieder. 

Doch was passiert, wenn eine Thrombose nach einem Flug am Urlaubsort auftritt? Bei einer akuten Erkrankung ist ein regulärer Flug im Passagierflugzeug nicht möglich, da eine unzureichende Behandlung unter Umständen zu lebensbedrohlichen Komplikationen wie einer Lungenembolie führen kann. Zudem besteht im Linienflugzeug die Gefahr einer erneuten Thrombose. 

Mit dem Ambulanzflugzeug trotz Thrombose sicher zurück nach Hause

Diagnostiziert ein Arzt im Urlaub bei einem Touristen eine Thrombose, wird er diese mit entsprechenden Medikamenten behandeln. Doch viele Patienten wünschen sich bei einer Erkrankung im Ausland eine schnellstmögliche Rückreise, um die Genesung im Beisein der Familie und den eigenen Ärzten fortzuführen. In diesem Fall kann der Patient mittels eines Sea-Level-Flugs in einem Ambulanzflugzeug sicher zurück in die Heimat fliegen. Während in einem Linienflugzeug ein Luftdruck wie auf etwa 2500 m Höhe herrscht, entspricht der Luftdruck bei einem Ambulanzflug mit patientenschonender Druckanpassung, dank verstärkter Kabine, einer Höhe von 800 bis 900 m über dem Meeresspiegel. Dadurch kann eine Ausdehnung der Venen und somit eine weitere Blutgerinnung verhindert werden. 

Der Flugarzt an Bord des Ambulanzflugzeugs kann den Thrombose-Patienten dank modernster medizinischer Ausstattung bestmöglich betreuen. Durch die Möglichkeit auch auf kleineren Landeplätzen zu landen, kann der Ambulanzjet in unmittelbarer Nähe des Zielorts landen, sodass lange Weiterfahrten wegfallen. Bei Bedarf kann neben der Bereitstellung des Ambulanzflugzeugs auch ein medizinisch begleiteter Bodentransport organisiert werden.

Wie viel kostet ein Sea-Level-Flug im Ambulanzflugzeug?

Eine Aufstellung der Kosten für einen Ambulanzflug ist erst nach Bekanntgabe bestimmter Parameter möglich. Neben der Dringlichkeit des Flugs spielen auch Indikatoren wie der genaue Gesundheitszustand des Patienten, die Anzahl der Begleitpersonen, die zurückzulegende Strecke sowie zusätzliche Bodentransporte eine entscheidende Rolle.

Anhand dieser Faktoren kann ein individueller Preis kalkuliert werden. Dafür steht unser erfahrenes Team rund um die Uhr zur Verfügung.

Sicherer Krankentransport mit der Deutsche-Auslandsrückholung

Wenn Sie einen Krankenrücktransport benötigen, ist die Deutsche-Auslandsrückholung Ihr kompetenter und zuverlässiger Partner. Unser Team ist sehr versiert in der Organisation von Ambulanzflügen. Gerne übernehmen wir den gesamten Organisationsaufwand, um Sie oder Ihren Angehörigen vor zusätzlichem Stress zu schützen. Zudem entlasten wir Sie gerne bei der medizinischen Abklärung mit den behandelnden Ärzten und unterstützen Sie auch bei allen weiteren Unklarheiten. 

Haben Sie noch Fragen?

Viele nützliche Informationen zu unseren medizinischen Krankentransporten haben wir in unseren FAQ für Sie gesammelt

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