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Fliegen bei Lungenentzündung: Ist das möglich?

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Fliegen bei Lungenentzündung: Ist das möglich?

Mit einer Lungenentzündung (Pneumonie) ist nicht zu spaßen: Jede siebte Erkrankung muss im Krankenhaus behandelt werden und zwischen 3 und 5 % der Fälle verlaufen tödlich. Daher wünschen sich die betroffenen Patienten natürlich die bestmögliche Behandlung. Wer sich die Pneumonie allerdings im Urlaub oder auf einer anderen Auslandsreise zugezogen hat, muss vorsichtig sein. Unter Umständen ist ein normaler Rückflug erst nach der Genesung möglich.

Arzt prüft Röntgenbild einer Lunge

Warum kann das Fliegen mit einer Lungenentzündung Probleme bereiten?

Bei einem schweren Verlauf führt eine Lungenentzündung unter anderem zu hohem Fieber, Husten und Schüttelfrost. Die Atmung ist oft beschleunigt, da die Lunge nicht mehr ihre volle Leistung erbringen kann. Die Versorgung des Patienten mit Sauerstoff ist dadurch schon im Normalfall eingeschränkt. In einem regulären Flugzeug kann sich diese Situation noch verschlimmern: Im Inneren der Kabine herrschen Verhältnisse wie auf einem ca. 2400 Meter hohen Berg. Der Luftdruck ist geringer und die Atemluft enthält weniger Sauerstoff. Ein gesunder Mensch bemerkt diesen Unterschied während des Flugs kaum. Er atmet lediglich unbewusst etwas schneller.

Wenn die Atmung aufgrund der Lungenentzündung jedoch ohnehin schon beschleunigt ist und der Reisende zu wenig Sauerstoff aufnimmt, kann sich diese Situation und damit der Gesundheitszustand des Patienten weiter verschlechtern. Deshalb rät der behandelnde Arzt oft davon ab, in einer regulären Linienmaschine zu fliegen, und weigert sich, dem Patienten die Flugtauglichkeit zu bescheinigen.

Ist ein Krankenrücktransport trotzdem möglich?

Das bedeutet jedoch nicht, dass man im Ausland gestrandet ist, falls man dort an einer schweren Pneumonie erkrankt. Ein Krankenrücktransport ist trotzdem möglich – allerdings nur in einem Ambulanzflugzeug. Hier kann ein sogenannter Sea Level Flug durchgeführt werden: Durch technische Maßnahmen und eine etwas niedrigere Flughöhe kann der Luftdruck auf Bodenniveau gehalten werden. Folglich enthält die Luft auch genauso viel Sauerstoff wie am Boden und die Atmung der Passagiere wird nicht beeinflusst.

Darüber hinaus begleitet ein spezialisierter Arzt den Flug und kann somit durchgehend für die Sicherheit seines Schützlings sorgen. Die moderne medizinische Ausrüstung erlaubt die exzellente Überwachung und Versorgung des Patienten. Bei Bedarf kann er auch bei der Atmung unterstützt werden - zum Beispiel durch die Gabe von zusätzlichem Sauerstoff. Sogar viele intensivpflichtige Passagiere können auf diesem Weg die Reise in ihre Heimat antreten.

Übernimmt die Versicherung die Kosten?

Ob die Krankenversicherung die Kosten für einen Krankenrücktransport übernimmt, hängt vom Einzelfall ab. Grundsätzlich lässt sich aber sagen, dass nur bei bestehender Auslandskrankenversicherung überhaupt die Chance auf eine Kostenübernahme besteht. Die private oder gesetzliche Krankenkasse ist nicht zuständig.

Ob die Auslandskrankenversicherung dann tatsächlich einspringt, entscheidet sie anhand des Inhalts der bestehenden Versicherungspolice, der Schwere der Krankheit und der medizinischen Situation im Aufenthaltsland. Im Allgemeinen lässt sich Folgendes sagen: Deckt die Versicherung nur medizinisch notwendige Fälle ab, darf eine angemessene Behandlung im Aufenthaltsland nicht möglich sein. Nur dann werden die Kosten übernommen. Wenn die Police auch medizinisch sinnvolle Fälle berücksichtigt, erfolgt eine Übernahme der Kosten auch, wenn eine Behandlung der Erkrankung in der Heimat "nur" bessere Ergebnisse verspricht. Falls die Versicherung eine Kostenübernahme ablehnt, sich der Entscheidungsprozess zu lange hinzieht oder kein entsprechender Versicherungsschutz besteht, kann eine privat finanzierte Auslandsrückholung die Lösung sein.

Was kostet ein Krankenrücktransport?

Wenn die Kosten einer Flugreise im Ambulanzflugzeug privat getragen werden müssen, stellt sich natürlich die Frage nach deren Höhe. Diese Kosten können wir nur individuell kalkulieren, da sie von zu vielen spezifischen Faktoren abhängen. Insbesondere gilt es folgende Fragen zu klären:

  • Wie lang ist die Strecke, auf welcher der Flug stattfinden soll?
  • Wie schwer ist die vorliegende Lungenerkrankung? Handelt es sich um einen schweren oder einen leichten Fall?
  • Wie dringend ist der Krankenrücktransport? Müssen wir ein Ambulanzflugzeug mit längerem Positionierungsflug einsetzen, um zeitnah fliegen zu können?
  • Wie viele Begleitpersonen sind gewünscht? Wird dadurch ein größeres Flugzeug notwendig?

Gerne erörtern wir diese Fragen mit Ihnen im Rahmen eines kostenlosen Beratungsgesprächs. Nehmen Sie hierfür einfach Kontakt mit uns auf.

Krankenrücktransport mit der Deutschen-Auslandsrückholung

Bei einer Lungenentzündung oder anderen schweren Infektionen der Lunge können Sie auf die Deutsche-Auslandsrückholung vertrauen. Wir setzen uns für die Belange von Menschen in Not ein und organisieren einen schnellen und sicheren Krankenrücktransport aus dem Ausland. Dank unserer jahrzehntelangen Erfahrung und unseres umfangreichen internationalen Netzwerks können wir Ihnen weltweit weiterhelfen. Dabei überwindet unser internationales Team für Sie alle Sprachbarrieren und entlastet Sie von jeglichem organisatorischen Aufwand.

Wir organisieren Ihren Rücktransport von Bett zu Bett. Das bedeutet, wir holen den Patienten mit einem Kranken- oder Rettungswagen in der Klinik ab und bringen ihn zum Flughafen. Im Anschluss fliegt ihn unser Ambulanzflugzeug zurück in seine Heimat, wo erneut ein Krankenwagen auf ihn wartet und ihn zur aufnehmenden Klinik bringt.

Jetzt Kontakt aufnehmen für Ihre Auslandsrückholung

Unser 24h-Service steht jederzeit zu Ihrer Verfügung. Wir beraten Sie gern und unterbreiten Ihnen auf Wunsch unverbindlich ein Angebot für Ihre Auslandsrückholung. Kontaktieren Sie uns:

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