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Fliegen mit Hirntumor

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Fliegen mit Hirntumor

Als Hirntumore werden Zellwucherungen im Gehirn oder in den Hirnhäuten und Hirnnerven bezeichnet. Sie gehören aufgrund ihrer Lokalisation im Gehirn oder im Rückenmark zu den Krebserkrankungen des zentralen Nervensystems und können an verschiedenen Stellen und in unterschiedlichen Formen auftreten. Es wird zwischen gutartigen und bösartigen Hirntumoren unterschieden. Ein Drittel aller Geschwülste sind bösartig, zwei Drittel sind gutartig.

Hirntumore sind eine sehr seltene Erkrankung und machen nur 2 % aller Krebserkrankungen aus. Männer sind häufiger betroffen als Frauen. Beide Geschlechter sind am häufigsten im Kindesalter und im Alter zwischen 70 Jahren und 75 Jahren davon betroffen.

Röntgenbild des Gehirns

Hirntumore treten oftmals unerwartet auf. Die Auslöser für die Geschwülste sind weitgehend unbekannt. Zurzeit gelten nur einige wenige Ursachen als gesicherte Risikofaktoren. Dazu gehören bestimmte Erbkrankheiten wie z.B. Neurofibromatose sowie bestimmte Behandlungsmethoden wie z.B. Strahlentherapien.

Im Gegensatz zu anderen Tumorerkrankungen können sowohl bösartige als auch gutartige Hirntumore lebensbedrohlich werden. Symptome werden entweder - wie bei gutartigen Hirntumoren - durch den wachsenden Druck auf das umliegende Gehirngewebe oder - wie bei bösartigen Hirntumoren - durch das Zerstören von umliegendem gesundem Gehirngewebe verursacht.

Gefährlich ist ein Hirntumor vor allem aufgrund seiner Lokalisation. Bedingt durch die sehr gut geschützte Lage innerhalb des Gehirns bzw. des Rückenmarks und der räumlichen Enge in der Schädelhöhle haben eine wachsende Schwellung und das umliegende Gehirngewebe nur sehr begrenzte Ausweichmöglichkeiten. Die Schwellung drückt verstärkt auf die Gehirnzellen und die Nerven und schränkt deren Funktion ein bzw. schädigt sie.

Je nach Lage können auch schon kleine Geschwülste schwere Schädigungen und Ausfallerscheinungen des Gehirns verursachen und eine ernsthafte Beeinträchtigung der Lebenserwartung und -qualität darstellen.

Die Symptome eines Hirntumors sind sehr vielfältig. Sie umfassen u.a. Kopfschmerzen, Übelkeit, Koma, Erbrechen, Benommenheit, Lähmungen, Schwindel, Schwerhörigkeit, Sprach- und Sehstörungen, Apathie, Angst, Konzentrationsstörungen, Depressionen, Vergesslichkeit, Desorientierung, epileptische Anfälle und Koordinationsschwierigkeiten.

Warum kann Fliegen mit Hirntumor problematisch werden?

Fliegen kann für Hirnturmor-Patienten ernsthafte medizinische Komplikationen verursachen. In größeren Flughöhen können sich die Symptome einer Tumorerkrankung aufgrund des Druckunterschieds verschlimmern und sogar lebensgefährlich werden.

Moderne Verkehrsflugzeuge sind mit Druckkabinen ausgestattet, die künstlich einen höheren Luftdruck als in der Atmosphäre erzeugen. Allerdings entspricht dieser Luftdruck nicht dem auf Meeresniveau, sondern einer Höhe von 2000 Metern bis 2500 Metern. Aufgrund des geringeren Luftdrucks an Bord kann sich eingeschlossenes Gas in körpereigenen Zellen wie z.B. Sauerstoff um bis zu 35 % ausbreiten - und einen Hirntumor und das Gehirnwasser ausdehnen lassen. Dies hat einen erhöhten intrakraniellen Druck zur Folge.

Aber auch frische Operationswunden können die Flugreisetauglichkeit von Hirntumor-Patienten einschränken. Denn während einer Operation kann Luft in der Schädelhöhle eingeschlossen werden, die sich beim Fliegen ausdehnt. Daher wird frisch operierten Patienten eine Wartezeit von mindestens 6 Monaten vor dem Fliegen empfohlen.

Fliegen mit Hirntumor ist möglich – in Ambulanzflugzeugen

Aber Hirntumor-Patienten können unbesorgt sein. Das heißt noch lange nicht, dass sie auch auf die vielen Vorteile der medizinischen Luftfahrt verzichten müssen.

Denn unter bestimmten medizinischen Bedingungen ist ein Krankentransport im Flugzeug auch für Hirntumor-Patienten möglich. Diese hohen medizinischen Anforderungen werden in Ambulanzflugzeugen erfüllt. Hier erlauben eine äußerst moderne intensivmedizinische Ausrüstung und ein hochqualifiziertes Ärzteteam eine intensivmedizinische Betreuung des Patienten und garantieren eine bestmögliche Patientenversorgung und -sicherheit.

Bombardier Challenger 604

Die Deutsche-Auslandsrückholung organisiert Krankentransporte für Intensivpatienten mit Ambulanzflugzeugen – und ermöglicht somit auch Hirntumor-Patienten ein Höchstmaß an medizinischer Versorgung und Sicherheit.

Unsere Ambulanzflugzeuge sind mit hochmodernem intensivmedizinischem Equipment und Medikamenten ausgestattet, die genau auf den aktuellen Gesundheitszustand eines jeweiligen Hirntumor-Patienten abgestimmt sind. Außerdem werden die Tumorerkrankten in patientenschonender, liegender Körperhaltung transportiert und befinden sich unter ständiger Aufsicht von hochspezialisierten medizinischen Flugbegleitern.

Fliegen mit Hirntumor als Sea-Level-Flug

Ein „normaler“ Flug kann für Hirntumor-Patienten aufgrund des hohen Druckunterschieds lebensbedrohlich werden. Wenn es unsere Flugärzte für notwendig erachten, können wir eine Rückholung im Ambulanzflugzeug auch als einen Sea-Level-Flug durchführen.

Dabei erfolgt der Transport des Patienten im Ambulanzflugzeug in einer speziellen Druckkabine, die den Kabinendruck künstlich auf dem Niveau zwischen 600 Metern und 900 Metern über Meereshöhe hält. Dadurch werden die Probleme, die durch den Druckunterschied ausgelöst werden, vermieden und ein sicherer Transport ist möglich.

Fliegen mit Hirntumor – Kostenübernahme durch die Versicherung?

Entgegen einer weit verbreiteten Auffassung ist eine Kostenübernahme für einen Ambulanzflug durch eine Auslandskrankenversicherung nicht in allen Fällen möglich.

Die meisten Auslandsreiseversicherungen definieren eigene Spielregeln für eine Kostenübernahme und formulieren diese juristisch ganz klar in speziellen Versicherungsklauseln.

Der entscheidende juristische Unterschied ist der zwischen einem medizinisch sinnvollen und einem medizinisch notwendigen Krankentransport. Eine Versicherung ist nur dann rechtlich zur Kostenübernahme verpflichtet, wenn ein medizinisch notwendiger Krankentransport vorliegt. Dies ist z.B. der Fall, wenn eine wichtige, lebenserhaltende Operation nur in einer deutschen Klinik, nicht aber direkt vor Ort im Ausland durchgeführt werden kann und eine Auslandsrückholung des Patienten deshalb ärztlich angeordnet wird.

Demgegenüber kann eine Versicherung eine Kostenübernahme ablehnen, wenn es sich um einen medizinisch sinnvollen Krankentransport handelt. Dies ist z.B. der Fall, wenn eine Behandlung des Patienten direkt vor Ort im Ausland möglich ist, eine Behandlung in einer deutschen Klinik allerdings erfolgversprechender ist.

Kostenkalkulation eines Ambulanzflugs

Ein Ambulanzflug ist in Sachen Kostenkalkulation ein Sonderfall. Anders als die meisten medizinischen Dienstleistungen, deren Kosten fest und schon im Voraus kalkulierbar sind, sind die Kosten für einen Ambulanzflug keine Fixkosten, sondern variabel.

Der Grund dafür liegt auf der Hand: Bei der Organisation von Ambulanzflügen müssen eine Vielzahl von unterschiedlichen, situationsabhängigen Kostenfaktoren berücksichtigt werden, die allesamt in die abschließende Kostenzusammensetzung einfließen.

Diese Kostenfaktoren können – je nach Einzelfall – variieren, so dass eine genaue Kostenkalkulation für Ambulanzflüge im Voraus fast unmöglich ist. Dazu gehören z.B. die Anzahl der Begleitpersonen, der Gesundheitszustand des Patienten, die zurückzulegende Strecke, die Dringlichkeit der Anfrage, das gewählte Transportmittel und die Notwendigkeit weiterer medizinischer Hilfsmittel.

Gerne nennen kalkulieren wir für Sie in einem Beratungsgespräch unverbindlich die Kosten Ihres Ambulanzflugs.

Fliegen mit Hirntumor mit der Deutschen-Auslandsrückholung

Wir sind davon überzeugt, dass man sich in einem so dienstleisungsorientierten Bereich wie dem medizinischem Flugdienst nur dann von der eigenen Konkurrenz ganz klar abheben kann, wenn man Patienten den bestmöglichen Kundenservice bietet.

Und das ist nur möglich, wenn man das für diesen Wettbewerbsvorsprung erforderliche Höchstmaß an Mobilität, Flexibilität, Professionalität, Expertise und Erfahrung hat – so wie die Deutsche-Auslandsrückholung.

Dies Grundlage für unsere Erfolgsgeschichte bilden die vielen attraktiven Leistungsmerkmale unseres Rückholdienstes. Dazu gehören u.a. ein globales, weit verzweigtes und dichtes Netz von unterschiedlichen Transportmitteln, eine weltweite Einsatzbereitschaft, hochqualifizierte, mehrsprachige Teams sowie eine 24-stündige persönliche Erreichbarkeit.

Aufgrund dieses Wettbewerbsvorteils können wir einen maßgeschneiderten, auf die persönlichen Bedürfnisse und individuellen Ansprüche unserer Kunden abgestimmten Service anbieten.

Als professioneller Dienstleister in der medizinischen Luftfahrt bündeln wir alle Ressourcen, Kompetenzen und Prozesse in einer Hand – was uns nicht nur eine effektive Organisation, Koordination und Kontrolle, sondern auch eine schnelle, reibungsglose und erfolgreiche Durchführung aller notwendigen Schritte einer Auslandsrückholung erlaubt.

Da wir den kompletten Organisationsaufwand des Krankentransports übernehmen und Angehörigen und Freunden des Patienten dadurch eine hohe Entlastung ermöglichen, ist unser umfangreicher Service für unsere Kunden eine wesentliche Erleichterung und damit ein echter Mehrwert.

Nehmen Sie jetzt Kontakt für Ihren Ambulanzflug auf

Sie interessieren sich für das Fliegen mit Hirntumor? Unser 24-stündiger Service steht Ihnen für eine kostenlose Beratung oder ein unverbindliches Angebot für Ihren Ambulanzflug jederzeit zur Verfügung. Zögern Sie nicht und kontaktieren Sie am besten heute noch unser erfahrenes, internationales Team:

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