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Fliegen mit instabiler Halswirbelsäule

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Fliegen mit instabiler Halswirbelsäule

"Wackelkopf-Syndrom": Hinter diesem eher niedlich anzuhörenden Spitznamen, der an den bekannten Wackel-Dackel im Auto erinnert, steht eine furchtbare Krankheit, die instabile Halswirbelsäule. Furchtbar, weil sie schwer zu diagnostizieren ist und noch schwerer zu behandeln. Sie kann die unterschiedlichsten Symptome auslösen und das Leben der Betroffenen so stark einschränken, dass die Lebensqualität auf ein Minimum sinkt.

instabile halswirbelsäule

Was genau ist eine instabile Halswirbelsäule?

Es geht um die kranio-zervikale Instabilität (CCI). Dabei handelt es sich um eine Überbeweglichkeit der Halswirbel. Wenn ein oder mehrere Segmente der Halswirbel zu beweglich sind, können diese auf das Rückenmark, die Blutgefäße und die Nerven drücken. Nur etwa 0,3 % aller in Deutschland lebenden Personen sind davon betroffen, in Zahlen ausgedrückt sind dies aber auch etwa 25.000 Patienten. Häufigster Auslöser ist ein Schleudertrauma nach einem Auffahrunfall, aber auch chiropraktische Übungen, Überdehnungen der Halswirbel bei Operationen, genetisch bedingte Bindegewebeerkrankungen, Rheuma, Krebs und chronische Infektionen können zu einer CCI führen.

Dadurch, dass diese Krankheit relativ selten ist, fehlt es an Mediziner/innen, die das Krankheitsbild frühzeitig erkennen können, denn die auftretenden Symptome werden oft falsch gedeutet. Erst wenn sich der Zustand des Patienten dramatisch verschlechtert, werden eventuell spezielle Untersuchungsmethoden wie etwa ein Upright-MRT durchgeführt. Vermutlich deshalb, weil das MRT im Sitzen (Upright-MRT) sehr teuer ist und die Kosten von den Krankenkassen auch nur sehr zögerlich übernommen werden.

Warum kann das Fliegen mit instabiler Halswirbelsäule gefährlich werden?

Für Menschen mit fortgeschrittener CCI ist jede außergewöhnliche Belastung des Kopfes und der Halswirbel mit Schmerzen und hohen Risiken verbunden. Gerade im Auto, in der S-Bahn oder im Flugzeug ist die Belastung besonders groß. Dummerweise sind jedoch die Spezialisten/innen, die zum Beispiel eine versteifende Halswirbel-OP durchführen, nicht an jeder Ecke zu finden.

Oft ist ein Flug in die ausgewählte OP-Klinik unvermeidlich, selbst auf Distanzen, die eher kurz erscheinen. Eine Fahrt im normalen PKW über vielleicht 300 oder 400 Kilometer kann zur Tortur werden und die Krankheit verschlimmern. Da ist der Flug die bessere Alternative, aber auch hier sind die auftretenden Flieh- und Schubkräfte sowie Turbulenzen für die geschwächten Halswirbel ein Risiko. Im Idealfall erfolgt der Transport eines oder einer CCI-PatientIn im Ambulanzflugzeug.

Warum ein Ambulanzflugzeug?

Ambulanzflugzeug in der Luft

Das Problem für viele CCI-Patienten besteht darin, dass etwa Halskrausen oder Zervikalorthesen und andere stabilisierende Hilfsmittel allein nicht ausreichen. Sie machen zwar die Halswirbel und den Nacken weitgehend immobil, der Körper selbst jedoch bleibt den Auswirkungen durch Stöße und Rütteln ausgesetzt, was in einem herkömmlichen Flugzeugsitz nicht ausreichend abgefangen wird.

Zugleich transportiert nicht jede Fluggesellschaft Patienten im Passagierraum und der zeitliche Vorlauf kann 1-2 Tage umfassen. Der Transport in einem Ambulanzflugzeug lässt sich organisatorisch so aufbauen, dass auch der Transport zum Flugzeug am Startort und von diesem zur Klinik mittels Rettungswagen erfolgt. Hierbei handelt es sich um den sogenannten Bett-zu-Bett-Service, eine durchgehende Kette, in der die oder der Patient/in die bestmögliche Betreuung erhält.

In einem Ambulanzflugzeug kann ein Liegendtransport mit ausreichender Kopf- und Seitenstabilität durchgeführt werden. Zeitgleich ist es dem medizinischen Begleitpersonal möglich, sofort einzugreifen, wenn Probleme auftreten. Ein Ambulanzflugzeug ist bezüglich der Flughäfen oder Flugplätze flexibel, weil es eine viel kürzere Start- und Landebahn benötigt als etwa ein großes Linienflugzeug. Die Maschine kann entsprechend nahe der Kliniken landen, was den Transport auf der Straße verkürzt.

Was kostet ein Ambulanzflug?

Obwohl die Krankenkassen in der Regel keine Kosten von Ambulanzflügen übernehmen, sollten Menschen mit CCI das Gespräch mit dem oder der jeweiligen Sachbearbeiterin suchen und die Dringlichkeit sowie das Fehlen von Alternativen darlegen. Privat krankenversicherte Personen können in den AVBs ihrer Police nachlesen, ob die Kosten erstattet werden.

Die Kostenstruktur eines Ambulanzfluges ist sehr komplex und muss für jeden einzelnen Flug neu kalkuliert werden. Dabei spielen verschiedene Faktoren eine entscheidende Rolle:

  • Dringlichkeit des Flugs
  • Gesundheitszustand des Patienten
  • Zurückzulegende Strecke
  • Anzahl der Begleitpersonen
  • Weiteres medizinisches Equipment

Eine pauschale Aussage zu den Kosten kann deshalb nicht gegeben werden, vielmehr lassen sich die Kosten erst anhand eines konkreten Falles berechnen.

Die Deutsche-Auslandsrückholung, der Organisationsprofi für Ambulanztransporte

Wie im vorhergehenden Absatz bereits erläutert, ist die Organisation eines Ambulanzflugs mit einem enormen logistischen Aufwand verbunden. Die Deutsche-Auslandsrückholung ist hierfür der richtige Partner mit viel Erfahrung und einem weltweiten Netzwerk. Dies hilft nicht nur, den Flug schnell zu organisieren, sondern auch, Kosten zu sparen. Mit der Deutsche-Auslandsrückholung kommen nicht nur CCI-Patienten sicher und schonend ans Ziel und dies seit vielen Jahren.

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