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Fliegen mit Oberschenkelhalsbruch

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Fliegen mit Oberschenkelhalsbruch

Reisen, ob nun geschäftlich oder privat, bedeutet nicht nur das Sammeln neuer Eindrücke. Es ist zugleich eine Umgebungsänderung, die auch körperlich mehr abverlangen kann als es in heimischen Gefilden der Fall ist. Sehr oft ist eine Reise damit verbunden, sich in fremdem Terrain zu bewegen und das kann unter Umständen fatale Folgen haben. Beispielsweise ein Sturz, bei dem sich die Person einen Oberschenkelhalsbruch zuzieht. Dazu kann schon ein schlecht ausgebauter Gehweg genügen.

Doch was ist ein Oberschenkelhalsbruch?

Der Oberschenkelknochen besteht aus dem langen Schaft vom Kniegelenk aufwärts, wo er in den Hals mündet, auf dem der Hüftkopf oder das Kugelgelenk sitzt, das sich in einer Höhlung des Beckenknochens bewegt. Bei einem Sturz kann unter bestimmten Umständen das kurze Halsstück zwischen Schaft und Hüftkopf brechen.

Oberschenkelhalsbruch

Eigentlich ist der Oberschenkelknochen sehr massiv und es braucht schon eine sehr heftige Gewalteinwirkung, das er bricht. Allerdings verändert sich im Laufe eines Lebens die Knochendichte des Menschen und nicht selten kommt es zu einer oft unbemerkten Erkrankung, der Osteoporose. Der Grund dafür ist hauptsächlich Calciummangel, in dessen Folge der Organismus dem Knochenbau Calcium entzieht, um es beispielsweise der Muskulatur zur Verfügung zu stellen. Dabei ist es sehr einfach, den täglichen Calciumbedarf von rund einem Gramm zu decken, und zwar nur aus Lebensmitteln. Dazu genügen beispielsweise zwei Scheiben Käse oder zwei Scheiben Vollkornbrot beziehungsweise zwei Gläser Mineralwasser pro Tag. Ist jedoch die Osteoporose bereits eingetreten, genügt die Calciumzufuhr allein nicht mehr.

Osteoporose ist eine sehr häufig auftretende Alterserkrankung, weshalb auch der Oberschenkelhalsbruch zu gut 90 % Menschen betrifft, die älter als 65 Jahre sind. Der Grund, warum so häufig der Oberschenkelhals und eher weniger andere Knochen brechen, liegt daran, dass sich ein Mensch beim Sturz reflexartig auf die Seite dreht und der Oberschenkelhals die Aufprallwucht empfängt, ohne flexibel reagieren zu können, wie etwa die Arme, die einen Sturz abfedern. Im Jahr 2018 verunglückten allein in Deutschland fast 80.000 Menschen mit der Folge eines Oberschenkelhalsbruchs.

Den Oberschenkelhalsbruch besser im Heimatland behandeln lassen

Wer nun auf einer Urlaubs- oder Geschäftsreise durch einen Sturz oder vielleicht aufgrund eines Autounfalls einen Oberschenkelhalsbruch erlitt, sollte nach der Erstversorgung darauf drängen, in die Heimat, also nach Deutschland, Österreich oder die Schweiz verlegt zu werden.

Ambulanzflugzeug

Es geht dabei weniger darum, dass im jeweiligen Gastland die medizinische Versorgung etwa schlechter als in den DACH-Ländern ist. Das muss keineswegs der Fall sein. Es geht vielmehr darum, dass die Behandlung eines Oberschenkelhalsbruchs gerade aufgrund des meist höheren Alters der Patienten durch den Ersatz des Hüftkopfes und des Halses mittels einer Prothese erfolgt – umgangssprachlich Hüftprothese genannt, obwohl es der Oberschenkelknochen ist, der teilweise ersetzt wird. Hier ist es wichtig, dass die Nachversorgung und Nachbehandlung durch den oder die Ärztin erfolgt, die von Anfang an mit dem Unfallbild vertraut ist. Zudem macht ein Oberschenkelhalsbruch einen mindestens 12-tägigen Krankenhausaufenthalt erforderlich. Kommen etwaige Komplikationen, beispielsweise aufgrund einer fortgeschrittenen Osteoporose hinzu, kann sich die Zeit in der Klinik um Wochen oder sogar Monate verlängern. In einer Klinik, in der das medizinische Personal eine fremde Sprache spricht, Freunde und Verwandte oft tausende Kilometer entfernt sind und das Essen so gar nicht dem entspricht, was von zu Hause gewohnt ist, macht es umso schwerer, wieder gesund zu werden. Dementsprechend ist eine Auslandsrückholung oft sinnvoll. Doch wie genau funktioniert ein Krankentransport aus dem Ausland nach Hause?

Welche Transportmittel stehen zur Verfügung?

Grundsätzlich geht es in einem Krankentransport um zwei Faktoren: Geschwindigkeit und Schonung des oder der Patientin. Das schließt schon einmal zwei Verkehrsträger aus, die Bahn wie auch die Schifffahrt, denn beide bedeuten lange Transportzeiten und komplizierte Transportwege. So bleiben nur noch Verkehrsmittel der Straße und der Luft übrig:

Der Krankenwagen als alleiniges Transportmittel für eine Auslandsrückholung wird meist nur auf der Kurzstrecke eingesetzt, etwa im grenznahen Verkehr. Die Risiken einer Verzögerung sind auf der Straße zu groß und der Krankenwagen selbst schlicht zu langsam im Verhältnis zu anderen, luftgestützten Verkehrsmitteln, um ihn auch auf längeren Strecken zu einer ernsthaften Option zu machen. Dafür ist der Krankenwagen meist unverzichtbar, um den oder die Patientin die Strecke zwischen Klinik und Abflug- beziehungsweise Ankunftsflughafen zu transportieren.

Auch der Helikopter ist nur auf der Kurzstrecke einsetzbar. Den großen Vorteil, dass er direkt bei den Kliniken starten und landen kann, bezahlt die Maschine mit hohem Kraftstoffverbrauch und hohen Anforderungen an den oder die Piloten. Zudem muss auch ein Ambulanzhubschrauber wirtschaftlichen Erwägungen standhalten können. Es gibt zwar Helikopter mit größeren Reichweiten und mehr Platz. Diese jedoch sind auch wesentlich teurer in Ankauf sowie Wartung und lohnen sich deshalb im Verhältnis zum Bedarf nicht.

Eine Auslandsrückholung mit einer Linienmaschine ist bei einem Oberschenkelhalsbruch durchaus möglich, jedoch nur ein Liegendtransport. Wenn die jeweilige Fluggesellschaft einwilligt, kann im Passagierraum ein Stretcher montiert werden, ein spezielles Krankenbett für Flugzeuge. Der Transport mit dem Linienflugzeug ist jedoch nur unter Einhaltung kurzer Transportwege zum und vom Flughafen die richtige Wahl.

Die erste Wahl für Auslandsrückholungen über längere Strecken ist der Ambulanzjet. Mit ihm sind selbst Interkontinentalflüge möglich und er kann aufgrund seiner im Verhältnis zu einem Passagierjet geringeren Größe auch auf kleinen Flugplätzen landen, von denen es in praktisch jedem Land der Erde weit mehr gibt als vereinzelte internationale Flughäfen. Der Ambulanzjet kann jedem Bedarf bezüglich der Patientenversorgung, aber auch der Wetter- und Start- sowie Landebedingungen angepasst werden.

Wie teuer ist ein Krankenrücktransport?

Wenn keine zusätzlichen Komplikationen auftreten, was bei älteren Patienten durchaus der Fall sein kann, ist der Transport mit einer Oberschenkelhalsfraktur bezüglich Stabilisierung, Überwachung und medikamentöser Versorgung des Patienten relativ einfach. Trotzdem muss Vorsorge getroffen werden, denn während eines Transports verändern sich die Bedingungen fortwährend. Das betreuende medizinische Personal muss darauf reagieren können.

Das ist natürlich nur ein Kostenfaktor unter vielen anderen. Dazu kommen die Entfernung zwischen der Klinik im Ausland und der Klinik in Heimatnähe sowie deren jeweiliger Standort. Alles zusammen muss zudem sehr kurzfristig und individuell organisiert werden. Darum lässt sich für keine Auslandsrückholung ohne Kenntnisse über bestimmte Faktoren bezüglich der Kosten eine Aussage treffen. Es empfiehlt sich allerdings immer, vor einer Reise eine Auslandskrankenversicherung mit der Option der Auslandsrückholung abzuschließen.

Was jedoch feststeht ist, dass eine Privatperson ohne jegliche Kenntnisse und Erfahrungen kaum in der Lage ist, eine Auslandsrückholung selbst zu organisieren. Dafür gibt es Spezialisten wie uns, die Deutsche-Auslandsrückholung. Wir machen das seit Jahren und aus allen nur möglichen Ländern dieser Erde, selbst aus Krisengebieten.

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Unser 24h-Service steht Ihnen jederzeit für ein kostenloses Beratungsgespräch zur Verfügung. Hier erläutern wir Ihnen alle Möglichkeiten für eine Auslandsrückholung mit Oberschenkelhalsbruch. Kontaktieren Sie uns:

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