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Krank im Urlaub: medizinisch begleiteter Rückflug

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Krank im Urlaub: medizinisch begleiteter Rückflug

Viele Reisende empfinden Ihren Urlaub als die schönste Zeit des Jahres: Ganz nach Vorliebe kann man endlich mal entspannen, eine neue Kultur kennenlernen oder seinen liebsten Freizeitaktivitäten nachgehen. Doch alle Urlaubsfreuden können durch eine schwere Erkrankung ein jähes Ende finden. Plötzlich muss man sich weit von der Heimat entfernt in medizinische Behandlung begeben und ein Rückflug aus eigener Kraft ist unmöglich.

Krankenwagen am Flughafen

Da die medizinische Situation in vielen beliebten Urlaubsländern nicht den aus der Heimat gewohnten Standards entspricht, möchten viele kranke Touristen trotzdem gerne schnell nach Hause zurückkehren. Die Lösung: ein medizinisch begleiteter Rückflug.

Wie wird ein medizinisch begleiteter Rückflug durchgeführt?

Je nachdem, wie krank der Patient ist und wie dringend er die Heimreise antreten möchte, kommen verschiedene Varianten für einen medizinisch begleiteten Rückflug infrage. Bei schweren Krankheiten und dringenden Fällen spricht alles für den Einsatz eines Ambulanzflugzeugs. Wenn eine intensivmedizinische Betreuung nicht notwendig ist und eine gewisse Vorlaufzeit kein Problem darstellt, kann auch ein medizinisch begleiteter Linienflug angetreten werden.

Rückflug im Ambulanzflugzeug

Im Ambulanzflugzeug findet der Patient Bedingungen vor, wie sie auch auf modernen Intensivstationen zu erwarten sind. Die medizinische Ausstattung entspricht dem neuesten Stand der Technik und ein erfahrener Flugarzt trägt während des gesamten Flugs die Verantwortung für das Wohlergehen des Patienten.

Da Ambulanzflugzeuge weltweit stationiert sind und auch auf kleineren Regionalflughäfen problemlos landen können, stehen sie jederzeit schnell zur Verfügung – unabhängig davon, wo sich der Patient befindet. So kann der medizinisch begleitete Rückflug oft noch am gleichen oder am Folgetag durchgeführt werden.

Rückflug im Linienflugzeug (liegend)

Wenn der Patient zwar liegend transportiert werden muss, seine Erkrankung aber weniger schwerwiegend ist, kann er auf einigen Strecken seinen Rückflug auch im Linienflugzeug antreten. Dabei wird er von einem Arzt oder Rettungssanitäter begleitet, der eine Notfallausrüstung mit sich führt und bei Bedarf sofort eingreift. Den Flug verbringt der Patient auf einer Patientenliege, die eigens für ihn in das Linienflugzeug eingebaut wird. Ein Sichtschutzvorhang trennt ihn dabei von den neugierigen Blicken seiner Mitreisenden.

Für einen liegenden Krankenrücktransport im Linienflugzeug muss mit einer Vorlaufzeit von 1-2 Tagen gerechnet werden. In dieser Zeit prüft die Fluggesellschaft die medizinische Situation des Patienten und entscheidet, ob sie dem Krankenrücktransport zustimmt. Der Einbau der Patientenliege dauert in den meisten Fällen nur einige Stunden. Obwohl die Einbaudauer relativ kurz ist, führt sie dazu, dass ein liegender Krankentransport meist nur auf Langstreckenflügen möglich ist. Auf kurzen Strecken machen sich Linienflugzeuge schnellstmöglich wieder auf den Rückflug, so dass die Zeit für den Einbau einer Patientenliege fehlt.

Auch Umsteigeverbindungen werden nur selten genutzt. Hier ist die Koordination der Einzelflüge sehr aufwändig und ein mögliches Verpassen des Anschlussflugs würde zu nicht zumutbaren Komplikationen für den Patienten führen. Denkbar ist dagegen, einen Langstreckenflug in einer Linienmaschine mit einem kürzeren Zubringerflug im Ambulanzflugzeug zu kombinieren.

Rückflug im Linienflugzeug (sitzend)

Wenn der Patient sogar für einen längeren Zeitraum sitzen kann (mindestens für die Dauer der Start- und Landephase), ist auch ein sitzender Rückflug im Linienflugzeug möglich. Genau wie beim Liegendtransport reist der Patient zusammen mit einem Arzt oder Rettungssanitäter, der bei Bedarf sofort medizinische Unterstützung leistet. Im Regelfall erhalten der kranke Urlauber und sein medizinischer Flugbegleiter zusammenhängende Sitzplätze in der Business Class. Hier kann der Patient seinen Sitz in eine liegende Position bringen und dadurch bequem und schonend reisen. Zudem erlaubt die Business Class dem medizinischen Flugbegleiter die notwendige Handlungsfreiheit, wenn sein Eingreifen erforderlich wird.

Die beschriebenen Verhältnisse in der Business Class sind insbesondere auf Langstreckenflügen vorzufinden. Auf kürzeren Distanzen werden meist kleinere Flugzeuge eingesetzt, die über keine eigene Business Class verfügen. Stattdessen wird ein Bereich der Economy Class abgetrennt, in dem nur jeder zweite Platz vergeben wird. Ob diese Bedingungen ausreichen, um dem Patienten einen medizinisch sicheren, schonenden Rückflug zu bieten, muss im Einzelfall entschieden werden.

Auch im Fall eines sitzenden Rücktransports mit medizinischer Flugbegleitung muss die Linienfluggesellschaft den Patiententransport freigeben. Hierfür prüft die Airline mit einer Vorlaufzeit von 1-2 Tagen die medizinische Dokumentation des Patienten. Direktverbindungen sind für sitzende Krankentransporte zu bevorzugen. Ob auch Umsteigeverbindungen infrage kommen, wird im Einzelfall geprüft.

Krank im Urlaub: Zahlt die Versicherung den Rückflug?

Wer im Urlaub erkrankt und einen medizinisch begleiteten Rückflug benötigt, wird mit Kosten konfrontiert, die im Urlaubsbudget nicht eingeplant waren. Die private oder gesetzliche Krankenversicherung ist hier nicht zuständig, nur eine Auslandskrankenversicherung trägt unter Umständen die Kosten. Allerdings wird auch hier jeder Einzelfall genau geprüft. Die meisten Policen übernehmen nur in medizinisch notwendigen Fällen die Kosten für den Rückflug. Ein solcher Fall liegt vor, wenn im Aufenthaltsland keine angemessene Behandlung möglich ist.

Da inzwischen die meisten Behandlungen trotz der oft niedrigeren Standards in vielen Ländern der Welt grundsätzlich möglich sind, werden nur noch wenige Krankenrücktransporte als medizinisch notwendig eingestuft. Wesentlich häufiger sind medizinisch sinnvolle Fälle, in denen die Behandlung in der Heimat bessere Ergebnisse verspricht. Dies kommt vergleichsweise häufig vor, doch nur wenige Policen übernehmen auch medizinisch sinnvolle Fälle die Kosten des Rückflugs.

Rückflug auf eigene Kosten

Wenn kein Versicherungsschutz besteht, die Versicherung eine Kostenübernahme verweigert oder sich der Entscheidungsprozess zu lange hinzieht, ist auch ein Rückflug auf eigene Kosten möglich. Private Dienstleister wie die Deutsche-Auslandsrückholung helfen Ihnen gerne weiter und übernehmen die Organisation. Die Kosten müssen aufgrund der vielen variablen Faktoren für jeden Patienten individuell kalkuliert werden. Insbesondere berücksichtigen wir dabei:

  • das benötigte Transportmittel
  • die zurückzulegende Strecke
  • den Gesundheitszustand des Patienten
  • die Dringlichkeit der Anfrage
  • die Anzahl der Begleitpersonen

In einem telefonischen Beratungsgespräch kalkulieren wir für Sie gerne einen unverbindlichen Richtpreis.

Wir sind für Sie da

Eine schwere Erkrankung im Urlaub bedeutet meist auch, dass der Patient sich nicht selbst um die Organisation seines Rückflugs kümmern kann: Sein Gesundheitszustand erfordert, dass er sich schont. Unser erfahrenes Team ist 24 Stunden täglich für Sie im Einsatz, um Sie in allen Fragen maximal zu entlasten.

Unsere internationalen Mitarbeiter können mit dem Klinikpersonal in vielen Ländern in der Muttersprache kommunizieren und dadurch Sprachbarrieren überwinden. Exzellente Kontakte und langjährige Erfahrung ermöglichen uns, Ihren Rückflug schnell zu planen und exakt zu koordinieren. Dank unseres Bett-zu-Bett-Service sind auch der Weg zum Flughafen und der Weitertransport vom Zielflughafen zum Krankenhaus kein Problem: Wir organisieren die Bodentransporte und koordinieren alle Abhol- und Übergabezeiten.

Haben Sie noch Fragen?

Bei weiteren Fragen rund um den Ablauf und die Organisation eines Krankenrücktransports helfen Ihnen unsere FAQ weiter. Sollten Sie dort keine Antwort finden, nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Jetzt Kontakt aufnehmen für Ihre Auslandsrückholung

Unser 24h Service erwartet rund um die Uhr Ihre Kontaktaufnahme. Wir beraten Sie kostenlos und erstellen Ihnen auf Wunsch ein unverbindliches Angebot. Kontaktieren Sie uns:

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