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Krankenrücktransport, aber rechtzeitig

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Krankenrücktransport, aber rechtzeitig

Krankenschwester schiebt Bett

Wer während eines Auslandsaufenthalts erkrankt, macht sich oft Gedanken über einen Krankenrücktransport in die Heimat. Dies gilt besonders, wenn die Gesundheitsversorgung im Aufenthaltsland nicht so gut ist wie im eigenen Land. Während viele Patienten in dieser Situation so schnell wie möglich zurück nach Hause möchten, zögern andere mit der Entscheidung oder die Abläufe verzögern sich durch externe Faktoren. Dabei kann ein rechtzeitiger Krankenrücktransport für den weiteren Krankheitsverlauf entscheidend sein: Wir erläutern Ihnen die wichtigsten Einflussfaktoren.

Flugtauglichkeit („fit to fly“)

Die meisten Krankenrücktransporte aus dem Ausland werden mit einem Ambulanzflugzeug durchgeführt. Dies ist fast immer der schnellste und sicherste Transportweg, aber jeder Krankentransport stellt für den Patienten eine gewisse Belastung dar. Deshalb prüfen unsere Flugmediziner im Vorfeld, ob der Patient flugtauglich (fit to fly) ist. Hierfür beurteilen Sie den aktuellen medizinischen Bericht und die relevanten Werte des Erkrankten. Nur wenn der Patient als flugtauglich eingeschätzt wird, kann der Verlegungsflug durchgeführt werden.

Allerdings ist die Einschätzung der Flugtauglichkeit immer nur eine Momentaufnahme: Als die medizinische Dokumentation erstellt wurde, war der Patient flugtauglich. Wenn aber anschließend zu viel Zeit ins Land geht – zum Beispiel, weil der Patient oder seine Angehörigen noch mit der Entscheidung zögern, ob der Ambulanzflug tatsächlich durchgeführt werden soll – kann sich eine völlig neue Situation ergeben. Eine ohnehin schon schwerwiegende Erkrankung verschlimmert sich unter Umständen bis zu dem Punkt, wo die Flugtauglichkeit nicht mehr gegeben ist. Dann müssen wir den Krankenrücktransport absagen oder verschieben.

Sonderfall COVID-19

Wenn ein Patient sich mit dem Coronavirus infiziert hat, ist der Krankheitsverlauf nur sehr schwierig abzuschätzen. Viele Infizierte sind zunächst asymptomatisch oder zeigen nur leichte Symptome. In der Mehrzahl der Fälle bleibt dies auch so, der Körper bekommt die Infektion eigenständig in den Griff und eventuelle Symptome klingen wieder ab.

Doch auch schwere Verläufe beginnen oft mit einigen Tagen, an denen nur leichte Symptome auftreten. In dieser Phase ist der Patient häufig nicht einmal in ärztlicher Behandlung, sondern lediglich in Quarantäne. Doch nach sieben bis zehn Tagen verschlechtert sich der Gesundheitszustand zusehends und eine Behandlung im Krankenhaus ist notwendig – häufig sogar auf der Intensivstation. Abhängig davon, wie viel zusätzlichen Sauerstoff der Patient benötigt, ist ein Ambulanzflug unter Umständen nicht mehr möglich. So kann es dazu kommen, dass ein Patient, der eine Woche zuvor noch nicht einmal eine Arztbegleitung benötigt hätte, plötzlich nicht mehr flugfähig ist.

Schnell in die Reha

Nicht immer ist es die Flugfähigkeit des Patienten, die bei zu langem Abwarten für Probleme sorgt. Häufig ist nach einer Erkrankung dringend eine professionelle Reha-Maßnahme erforderlich, die in der Heimat am besten durchgeführt werden kann. Verzögert sich diese Reha-Behandlung zu lange, kann dies weitreichende Folgen haben. Nach einem Schlaganfall oder einem Oberschenkelhalsbruch zum Beispiel ist eine zeitnahe kompetent durchgeführte Reha ein unverzichtbarer Schritt, um die ursprüngliche Mobilität so weit wie möglich zurückzuerlangen.

Daher ist es nach der Erstversorgung vor Ort äußerst ratsam, schnell für einen Krankenrücktransport in die Heimat zu sorgen – zumindest, wenn die medizinische Situation am Aufenthaltsort nicht Ihren Vorstellungen entspricht.

Verzögerungen durch die Versicherung

Arzt macht sich Notizen

Die Auslandskrankenversicherung ist in vielen Fällen ein wichtiger Helfer, wenn es um eine Rückholung aus dem Ausland geht. Allerdings kann sie in manchen Fällen auch einen Krankenrücktransport durch sperrige bürokratische Prozesse erheblich ausbremsen. So kann die Prüfung eines Falls durchaus mehrere Tage in Anspruch nehmen und der Patient muss in dieser Zeit weiter im Aufenthaltsland ausharren.

In dem bereits geschilderten Beispiel einer schweren Coronavirus-Infektion kann dies den rechtzeitigen Transport sogar erheblich erschweren: Solange der Patient nur leichte Symptome hat, werden viele Versicherer den Krankenrücktransport als unnötig ablehnen. Erst wenn sich die Erkrankung als so schwerwiegend darstellt, dass der Infizierte ins Krankenhaus muss, beurteilt die Versicherung die Lage anders. Dann kann es jedoch bei den besonders schweren Verläufen schnell dazu kommen, dass der Patient nicht mehr transportfähig ist.

Wenn sich die Bürokratie der Versicherungen zu lange hinzieht, haben Sie die Möglichkeit, den Krankenrücktransport zunächst privat zu finanzieren. Die Rechnung können Sie anschließend bei Ihrer Versicherung einreichen und um Kostenübernahme bitten. Ob die Auslandskrankenversicherung dieser Bitte entspricht, lässt sich pauschal natürlich nicht sagen.

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