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Krankentransport im Linienflugzeug?

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Krankentransport im Linienflugzeug?

Bei Krankentransporten auf längeren Strecken sind weder Hubschrauber noch Krankenwagen eine realistische Option. Ein Ambulanzjet kann dagegen auch lange Strecken bewältigen, ist aber unter Umständen gar nicht notwendig: Auch im Linienflugzeug können Krankentransporte durchgeführt werden und sind dabei deutlich kostengünstiger als im Ambulanzflugzeug.

Wann ist ein Krankentransport im Linienflugzeug möglich?

Um einen Krankentransport im Linienflugzeug durchführen zu können, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein:

  • stabiler Gesundheitszustand des Patienten
  • Vorlaufzeit von 1-2 Tagen
  • Einverständnis der Linienfluggesellschaft

Gesundheitszustand des Patienten

Ein Krankentransport im Linienflugzeug kommt für Intensivpatienten so gut wie nie infrage. Zwar verfügen manche Fluggesellschaften auch über ein so genanntes PTC (Patient Transport Compartment), das Bedingungen wie auf einer Intensivstation ermöglicht. Doch in der Praxis scheuen die Airlines den aufwändigen Einbau des PTC, so dass es nur auf Langstreckenflügen und in ganz seltenen Fällen überhaupt zum Einsatz kommt. In der Regel werden Patienten im Linienflugzeug ohne den Einsatz intensivmedizinischer Ausstattung transportiert. Wer auf diese Ausstattung angewiesen ist, benötigt ein Ambulanzflugzeug. Auch bestimmte nichtintensive Krankheitsbilder schließen einen Patiententransport im Linienflugzeug aus.

Vorlaufzeit

Ebenfalls in Zusammenhang mit dem Gesundheitszustand des Patienten steht die Frage der Vorlaufzeit. Liegt eine Akutsituation vor, bei der nicht noch 1-2 Tage mit dem Transport gewartet werden kann, ist ein Krankentransport im Linienflugzeug nicht möglich: So lange benötigt die Linienfluggesellschaft, um die medizinischen Informationen des Patienten zu überprüfen und den Flug freizugeben. Dieser Vorgang kann leider nicht beschleunigt werden, so dass bei der Notwendigkeit eines schnelleren Krankentransports ein anderes Transportmittel vorzuziehen ist.

Einverständnis der Linienfluggesellschaft

Die Linienfluggesellschaft prüft die medizinischen Informationen über den Patienten genau und entscheidet allein, ob der Krankentransport im Linienflugzeug durchgeführt werden kann. Hierbei existieren keine verbindlichen Regeln, trotzdem kann die Entscheidung der Airline in den meisten Fällen vorhergesagt werden. Auch wenn der Flug im Vorfeld zugesagt wurde, kann die Besatzung vor Ort den Transport ablehnen – zum Beispiel wenn sich der Zustand des Patienten in der Realität schlechter darstellt als auf dem Papier. Deshalb ist es wichtig, schon im Vorfeld des Linienflugs den Gesundheitszustand des Patienten realistisch zu beschreiben und etwaige Veränderungen sofort mitzuteilen.

Wie verläuft ein Krankentransport im Linienflugzeug?

Krankentransport im Linienflugzeug

Ein Krankentransport im Linienflugzeug wird in der Regel sitzen oder liegend durchgeführt – abhängig davon, was das Krankheitsbild des Patienten erfordert. In jedem Fall steht dem Patienten ein Arzt oder ein Rettungssanitäter während des gesamten Flugs zur Seite. Dieser medizinische Flugbegleiter führt eine Notfallausrüstung mit sich und kann sofort eingreifen, wenn dies erforderlich ist. Auch Begleitpersonen können im Linienflugzeug problemlos mitreisen: Sie erhalten einfach ein reguläres Flugticket mit einem Sitzplatz in der Nähe des Patienten.

Natürlich unterliegen der Patient und sein Begleiter den normalen Regeln für Linienflüge: Sie benötigen ein gültiges Flugticket, müssen die Gepäckbestimmungen der Airline beachten und benötigen je nach Zielland gegebenenfalls ein Visum für die Einreise. Sie müssen vor dem Flug eine Sicherheits- und Passkontrolle durchlaufen. Sollte der Gesundheitszustand des Patienten nicht die Durchführung der regulären Sicherheitskontrolle erlauben, kann eine gesonderte Kontrolle vorgenommen werden, welche der Gesundheit des Patienten Rechnung trägt.

Liegender Krankentransport im Linienflugzeug

Wenn der Patient liegend transportiert werden muss, wird ein so genannter Stretcher in die Passagierkabine eingebaut. Diese spezielle Patientenliege bietet dem Patienten einen angemessenen Komfort und durch einen Sichtschutzvorhang auch die nötige Privatsphäre. Der medizinische Flugbegleiter hält sich ganz in der Nähe auf, damit für das Wohlbefinden des Patienten jederzeit gesorgt ist.

Der Einbau einer Patientenliege nimmt ein paar Stunden in Anspruch. Deshalb ist ein liegender Krankentransport auf Kurzstrecken oft nicht möglich. Hier kalkulieren die Airlines – insbesondere die so genannten „Billigflieger“ – mit sehr kurzen Bodenzeiten, bevor das Flugzeug wieder in die Gegenrichtung startet. Dadurch sind Liegendtransporte vor allem auf Langstreckenflügen darstellbar.

Darüber hinaus sind vor allem Direktverbindungen für den Liegendtransport geeignet. Das Umsteigen in ein anderes Flugzeug und die damit verbundene Wartezeit ist für den Patienten oft eine große Belastung. Außerdem könnte es zu Verspätungen kommen, so dass der Anschlussflug nicht warten kann. Ein Ersatzflug, der ebenfalls über eine Patientenliege verfügt, kann meist nicht kurzfristig organisiert werden.

Wenn kein Direktflug für einen Krankentransport zur Verfügung steht, finden wir gerne mit Ihnen zusammen eine Lösung. Beispielsweise lässt sich ein kurzer Zubringerflug im Ambulanzflugzeug oder Helikopter zu einem Flughafen mit Direktverbindung organisieren. So kann der Patient zumindest den Großteil der Strecke im Linienflugzeug zurücklegen.

Sitzender Krankentransport im Linienflugzeug

Wenn der Patient sitzen kann, ist ein Krankentransport im Linienflugzeug meist unkompliziert darzustellen. Normalerweise erhalten der Patient und sein Begleiter einen regulären Sitzplatz in der Business Class. Hier hat der medizinische Flugbegleiter im Bedarfsfall den nötigen Handlungsspielraum und sein Schützling kann während des Flugs bequem sitzen oder seinen Sitz sogar in eine liegende Position bringen.

Mobilitätsservice

Auf Kurzstreckenflügen besteht die Business Class häufig aus ähnlichen Sitzreihen wie in der Economy Class. Allerdings wird hier nur jeder zweite Sitzplatz vergeben, so dass die Fluggäste nicht so eingeengt sitzen. Wenn der Patient für die Dauer des Flugs unter diesen Bedingungen sitzen kann, steht auch hier einem Krankentransport nichts im Wege. Umsteigeverbindungen sind bei einem sitzenden Krankentransport meistens kein Problem: Bei Bedarf unterstützt der Mobilitätsservice des Flughafens das Umsteigen.

Wir organisieren Ihren Krankentransport

Wenn Sie einen Krankentransport im Linienflugzeug wünschen, ist die Deutsche-Auslandsrückholung Ihr kompetenter und zuverlässiger Ansprechpartner. Wir übernehmen die Organisation und Koordination des Patiententransports, kümmern uns um alle Absprachen mit der Linienfluggesellschaft und sind jederzeit mit Rat und Tat für Sie da. Sollte sich eine Patientenverlegung im Linienflugzeug als nicht realistisch erweisen, beraten wir Sie gerne auch zu möglichen Alternativen.

Mit unserem Bett-zu-Bett Service bieten wir Ihnen einen Patiententransport aus einer Hand: Unser Krankenwagen holt den Patienten an seinem Aufenthaltsort ab und bringt ihn mit medizinischer Begleitung zum Flughafen. Auch am Zielflughafen wartet einer unserer Krankenwagen auf ihn und fährt ihn wohlbehalten nach Hause oder ins aufnehmende Krankenhaus.

Jetzt Kontakt aufnehmen für Ihre Auslandsrückholung

Wir stehen Ihnen jederzeit für eine kostenlose Beratung zur Verfügung. Nehmen Sie hierfür einfach Kontakt mit unserem 24h Service auf. Auf Wunsch kalkulieren wir Ihnen auch einen unverbindlichen Richtpreis. Kontaktieren Sie uns:

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