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Medical Escort für medizinisch sichere Linienflüge

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Medical Escort für medizinisch sichere Linienflüge

Lesedauer: 5 Minuten

Aus der Sicht eines gesunden Reisenden ist ein Linienflug meist eine sehr unspektakuläre Sache. Anders verhält es sich dagegen, wenn ein Fluggast mit einer mittelschweren oder gar schweren Erkrankung zu kämpfen hat: Der Flug ist dann eine anstrengende Ausnahmesituation und kompetente medizinische Hilfe ist in einer Passagierkabine normalerweise nicht gesichert. Die Besatzung ist lediglich in erster Hilfe geschult und man kann sich nicht darauf verlassen, dass bei Bedarf zufällig ein Arzt mit an Bord ist.

Patientin wird ins Linienflugzeug gebracht

In dieser Situation ist ein Medical Escort oft die beste Lösung, um den Linienflug mit hoher medizinischer Sicherheit anzutreten. Hierbei reist ein Arzt oder ein Rettungssanitäter mit dem Patienten und kümmert sich exklusiv um ihn. Dieser medizinische Flugbegleiter führt eine Notfallausrüstung und eventuell notwendige Medikamente bei sich und ist so auf die meisten Eventualitäten vorbereitet.

Die Rolle der Linienfluggesellschaft

Man kann als schwer erkrankter Patient nicht einfach so ein Linienflugzeug besteigen: Die Airline besitzt eine Fürsorgepflicht gegenüber allen Passagieren und folgt natürlich auch eigenen wirtschaftlichen Interessen. Daher darf der Transport des Patienten keine Gefahr für den Patienten oder einen anderen Fluggast darstellen. Ansteckende Krankheiten wie z.B. Covid-19 oder psychische Probleme, die in Gewalttätigkeit münden könnten, schließen also einen Patiententransport im Linienflugzeug aus.

Ebenfalls verweigern sich die Airlines meist bei Patienten, die zu schwer erkrankt sind. Hier sieht die Fluggesellschaft ein zu hohes Risiko für einen medizinischen Notfall an Bord des Flugzeugs, der eine ungeplante Zwischenlandung erfordert. Aus wirtschaftlicher Sicht ist eine solche Zwischenlandung für die Airline höchst unangenehm: Es drohen zahlreiche Verspätungen und Probleme mit den vorgeschriebenen Arbeitszeiten der Besatzung.

Flugzeug mit Krankenwagen

Um all diese Probleme auszuschließen, müssen Patienten mit maßgeblichen Erkrankungen vorher bei der Fluggesellschaft angemeldet werden. Diese prüft die medizinischen Unterlagen und entscheidet dann, ob sie den Flug genehmigt. Für die Prüfung ist mit einer Bearbeitungszeit von mindestens 1-2 Tagen zu rechnen. Aber selbst bei erteilter Genehmigung hat das Bordpersonal das Recht, die Mitnahme des Patienten am Flugtag abzulehnen. Dies geschieht vor allem, wenn es dem Patienten offensichtlich schlechter geht als in der medizinischen Dokumentation angegeben.

Die Arbeit der Deutschen-Auslandsrückholung

Wenn Sie einen Linienflug mit Medical Escort benötigen, machen wir ihn für Sie möglich: Die meisten Airlines akzeptieren Patiententransporte mit Medical Escort nur, wenn sie von einem professionellen Anbieter wie uns organisiert werden - eine unmittelbare Organisation durch die Angehörigen ist leider nicht möglich. Wir klären auch eventuelle Vorgaben der Fluggesellschaft bezüglich der benötigten Transportklasse oder der Anzahl und Qualifikation der medizinischen Flugbegleiter ab. Durch unsere Erfahrung im Umgang mit den Linienfluggesellschaften können wir viele bürokratische Hürden meistern und alle notwendigen Vorgänge so schnell wie möglich zu einem guten Ende bringen.

Wir stellen Ihnen je nach Bedarf einen oder mehrere hoch qualifizierte medizinische Flugbegleiter zur Seite und  koordinieren die Transporte zum Flughafen und die Weiterfahrt vom Zielflughafen zum Reiseziel. So haben Sie für alle Belange nur einen Ansprechpartner, auf dessen Erfahrung und Expertise Sie zu 100 % vertrauen können.

Ihre Optionen für Medical Escort

Abhängig vom Gesundheitszustand des Patienten stehen Ihnen für Medical Escort zwei Möglichkeiten zur Verfügung: ein sitzender oder ein liegender Transport. Beim liegenden Transport installiert die Airline eine Patientenliege in der Economy Class. Hierfür werden in der Regel mehrere reguläre Sitzplätze ausgebaut. Der medizinische Flugbegleiter erhält einen regulären Sitzplatz an der Seite des Patienten – ebenso wie eventuelle Angehörige, die den Flug begleiten möchten. Um den Erkrankten vor neugierigen Blicken zu schützen, wird neben der Liege ein Vorhang angebracht.

Patientenliege im Linienflugzeug

Bei einem sitzenden Patiententransport sind keinerlei Umbauarbeiten am Flugzeug nötig. Patient und Flugbegleiter sitzen normalerweise in der Business Class, weil dort mehr Bewegungsfreiheit für den Flugbegleiter herrscht. Zudem kann der Patient seinen Sitz in eine annähernd liegende Position bringen und kommt so besser zur Ruhe. Eine sitzende Patientenverlegung in der Economy Class muss im Einzelfall geprüft werden. Je nach Krankheitsbild können die beengten Verhältnisse der Economy Class für Probleme sorgen.

Natürlich sind für einen Linienflug mit Medical Escort Direktverbindungen ideal, da Umsteigen mit einem Patienten immer eine komplexe Angelegenheit ist. Bei einem sitzenden Patienten sind Umsteige-Verbindungen in der Regel machbar. Der Mobilitäts-Service des Flughafens kann einen Rollstuhl zur Verfügung stellen, falls der Patient nicht längere Strecken zu Fuß zurücklegen kann. Liegende Medical-Escort-Flüge müssen im Einzelfall geprüft werden: Es gilt die Umbauarbeiten zur Installation einer Patientenliege für zwei Flugzeuge zu koordinieren und es muss abgeklärt werden, ob das Umsteigen für den Patienten machbar ist. Gerne prüfen wir Ihren Fall und beraten Sie diesbezüglich.

Wann ist Medical Escort nicht möglich?

Wir versuchen einen Linienflug mit Medical Escort möglich zu machen, wann immer es geht. Bestimmte Bedingungen können allerdings dafür sorgen, dass ein solcher Flug ausgeschlossen ist. Dies ist der Fall, wenn…

  • klar ist, dass der Patient während des Flugs intensivmedizinisch betreut werden muss.
  • der Flug so dringlich ist, dass man nicht auf die Freigabe der Linienfluggesellschaft warten kann.
  • oder der geringere Luftdruck in einem Linienflugzeug zur Verschlimmerung der gesundheitlichen Beschwerden führen kann.

In diesen Fällen ist ein Patiententransport in einem speziell für diese Fälle ausgestatteten Ambulanzjet meist die beste Option.

Wing-to-wing: kombinierter Transport mit Linienflugzeug und Ambulanzjet

In manchen Fällen bietet sich auch ein kombinierter Transport im Linien- und Ambulanzflugzeug an. Insbesondere gilt dies, wenn Start oder Zielort sehr weit abseits der großen Verkehrsflughäfen liegen und dadurch für Linienmaschinen unerreichbar sind. In diesem Fall kann der Großteil der Strecke weiterhin im Linienflugzeug zurückgelegt werden, während für den Rest des Weges ein Ambulanzflugzeug zum Einsatz kommt. Dieses kann auch auf kleineren Flugplätzen landen und bietet damit die benötigte Flexibilität, um auch ungewöhnliche Transportrouten realisieren zu können. Die Verbindung mit einem Linienflug sorgt vor allem auf Langstrecken dafür, dass der Preis für viele Patienten erschwinglich bleibt.

Wie sind die Kosten für Medical Escort?

Kosten eines Krankentransports

Die Kosten für einen Linienflug mit Medical Escort setzen sich aus verschiedenen individuellen Faktoren zusammen und müssen dadurch für jeden Einzelfall gesondert kalkuliert werden. Neben der Flugroute und den damit verbundenen Ticketkosten spielen auch der Gesundheitszustand des Patienten, die Dringlichkeit der Anfrage und die Anzahl der nicht-medizinischen Begleitpersonen eine entscheidende Rolle. Gerne besprechen wir in einer kostenlosen telefonischen Erstberatung Ihren Fall mit Ihnen und erstellen unverbindlich ein Angebot für Ihren Flug.

Übernimmt die Versicherung die Kosten?

Auf diese Frage gibt es keine klare Antwort, denn es kommt ganz darauf an: auf die medizinische Situation des Patienten, aber auch auf den bestehenden Versicherungsschutz. Aber der Reihe nach: Die gesetzliche Krankenkasse ist für Medical Escort in den seltensten Fällen zuständig, gleiches gilt für die private Krankenversicherung. Besser stehen die Chancen, wenn der Patient eine Auslandskrankenversicherung abgeschlossen hat – aber nur, wenn er sich auch im Ausland aufhält und zurück in die Heimat transportiert werden soll.

Für eine solche Auslandsrückholung per Medical Escort prüft die Versicherung die medizinische Situation im Aufenthaltsland und den Gesundheitszustand des Patienten. Wird eine medizinische Notwendigkeit der Rückholung erkannt, erfolgt auch die Kostenübernahme. Dies ist der Fall, wenn die Behandlungsmöglichkeiten vor Ort nicht ausreichen. Falls eine Behandlung vor Ort ebenfalls möglich wäre und eine Verlegung in die Heimat lediglich bessere Ergebnisse verspricht, geht die Versicherung von einem medizinisch sinnvollen Fall aus. Nun kommt es auf die Ausgestaltung des Vertrags an: Manche Versicherer schließen medizinisch sinnvolle Rückholungen in ihre Policen mit ein und übernehmen auch hier die Kosten. Andere beschränken sich auf medizinisch notwendige Rücktransporte und verweigern ansonsten die Kostenübernahme.

Jetzt Kontakt aufnehmen für Ihre Auslandsrückholung

Wir halten uns nicht mit Versicherungsbedingungen auf und kümmern uns ohne unnötige Verzögerung um Ihren Medical Escort. Unser 24h-Service ist täglich rund um die Uhr für Sie da und berät Sie gerne. Kontaktieren Sie uns:

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