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Behandlung in Deutschland nach Motorradunfall

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Behandlung in Deutschland nach Motorradunfall

Das Motorrad ist für viele Menschen ein Inbegriff der Freiheit. Man erlebt die Umgebung viel unmittelbarer als im Auto und lässt sich vom Fahrtwind umwehen. Der Nachteil: Im Falle eines Unfalls gibt es keinen Aufprallschutz und die Gefahr einer schweren Verletzung ist deutlich größer. Bei einer Motorradtour im Ausland ist dieses Risiko umso höher. Die malerische Strecke sorgt für Ablenkung und ist oft unvertraut. Auch der landestypische Fahrstil der Einheimischen kann gefährliche Situationen heraufbeschwören.

Mann fährt Motorrad in den Bergen

Vor kurzem erhielten wir eine Anfrage von der Familie eines Touristen aus Bayern, der bei einer Motorradtour durch Kroatien einen in einen Unfall verwickelt worden war. Er hatte ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten und lag seitdem im Koma. Die kroatischen Ärzte taten ihr Möglichstes, doch der Genesungsweg des Patienten war noch lang. Deshalb wollte seine Familie eine Auslandsrückholung erwirken.

Was leistet in einem solchen Fall die Versicherung?

Der Patient war in Deutschland gesetzlich krankenversichert. Durch das europäische Krankenversicherungsabkommen war somit auch seine Behandlung in Kroatien Teil der Versicherungsleistungen. Die gewünschte Rückholung des Patienten aus dem Ausland ist allerdings keine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung.

Auch eine Reisekrankenversicherung wäre hier nicht sicher eingesprungen, denn die Versorgung des Patienten in Kroatien war durchaus gut und er befand sich in stabilem Zustand. So lag keine unmittelbare medizinische Notwendigkeit für den Transport vor und diese Tatsache reicht bei vielen Reisekrankenversicherungen schon aus, um eine Kostenübernahme zu verweigern. Dass es für die Familie eines Koma-Patienten aus emotionalen und praktischen Gründen wichtig ist, ihn in seine Heimat zu verlegen, spielt normalerweise für die Versicherung keine Rolle.

Wie konnten wir die Behandlung in Deutschland ermöglichen?

Für uns spielt die Frage der medizinischen Notwendigkeit keine Rolle in unseren Planungen. So konnten wir uns ausschließlich mit der Organisation einer sicheren Patientenverlegung befassen. Da die uns zur Verfügung gestellten medizinischen Dokumente nur wenig aussagekräftig waren, nahmen wir direkten Kontakt mit den behandelnden Ärzten auf. Aus dem Gespräch ging hervor, dass unser Patient transportfähig war, so dass einem Krankenrücktransport nichts im Wege stand.

Parallel hatten wir bereits mit den Flugvorbereitungen begonnen und ein erfahrenes medizinisches Team für die Betreuung bereitgestellt. Auch bei der Organisation der Klinikaufnahme im Großraum München waren wir behilflich. Aufgrund der relativ kurzen Flugstrecke teilten wir einen Bombardier Learjet 35 für den Rückholungsflug ein. Dieser Ambulanzjet erlaubte eine wirtschaftliche Rückholung und die Mitnahme der Lebensgefährtin des Unfallopfers als Begleitperson.

Flughafen München

Am Flugtag war alles optimal vorbereitet: Einer unserer Rettungswagen holte den Patienten und seine Lebensgefährtin in der Klinik ab und brachten beide zum Flughafen Rijeka. Dort wartete unser Ambulanzjet bereits startklar und hob kurz darauf ab. Nicht mal eine Flugstunde später landete unser Flugzeug schon am Munich International Airport und übergab den Patienten an den wartenden Rettungswagen. Dieser fuhr auf direktem Weg zum aufnehmenden Krankenhaus, wo die zuständigen Ärzte den verunfallten Touristen in Empfang nahmen. Wir wünschen alles Gute für seine weitere Behandlung in Deutschland!

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Unser 24h-Service ist immer für Sie da und hilft Ihnen auch dann weiter, wenn die Versicherung nicht zuständig ist oder kein ausreichender Versicherungsschutz besteht. Kontaktieren Sie uns:

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